Die “edition wartenau” hat in ihrem Online-Shop eine Rubrik für Publikationen der Hamburger Geschichtswerkstätten eingerichtet. Mit Klick werden Sie hier zum Shop weitergeleitet > Shop

Verlagsprogramm 400

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Flyer-Helfer1-300

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110 Veröffentlichungen bieten die Hamburger Geschichtswerkstätten zur Zeit an. Würden ältere, nicht mehr erhältliche mitgerechnet, wäre die Zahl noch höher.
Da viele Titel von den einzelnen Werkstätten im Eigenverlag herausgebracht sind, kann das Gesamtverzeichnis quasi als ein
Verlagsprogramm aufgefasst werden.

Ein Programm mit besonderem Profil: eben einem Geschichtswerkstätten-Profil. Beschränkt zwar auf die Sparte Geschichte, ist es ein bemerkenswert vielfältiges Programm. Vielfältig in Themen und Machart, in Umfang und Gründlichkeit. Dabei spielt natürlich neben den lokalen Gegebenheiten die Persönlichkeit der Autoren und Autorinnen eine Rolle (ihre Ausbildung, ihre Neigungen usw.). Freilich ist ein Teil der Publikationen nur von überwiegend lokalem Interesse. Überwiegend, aber nicht ausschließlich, denn im Lokalen lässt sich auch Exemplarisches herausarbeiten. Und abgesehen davon wenden sich die Hamburger Geschichtswerkstätten nun einmal in erster Linie an die Bewohner ihres Stadtteils.

Die Geschichte ”im Kleinen“, die mehr bedeutet als lokale Geschichte – sie ist das eigentliche Arbeitsfeld der Geschichtswerkstätten. Ohne das, was Geschichte ”im Kleinen“ ausmacht, ohne ihren ”Stoff” – gäbe es die Geschichte ”im Großen” nicht. (Wie interessant die Geschichte im Kleinen sein kann, hat schon Fontane vorgeführt, gewissermaßen ein Werkstätten-Vorfahr.)

Wohl keine andere Hamburger Angebotsliste bietet eine solche Fülle von Darstellungen der Geschichte im Kleinen wie dieses ”Verlagsprogramm“ hier. Die Publikationen zählen zu den dauerhaftesten Arbeitsergebnissen der Hamburger Geschichtswerkstätten. So ist dies Heft auch ein Leistungsnachweis über den Tag hinaus.

In gedruckter Form erhalten Sie das Verlagsprogramm in den Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchiven ganz in Ihrer Nähe!

Unser neues Buch ist bei allen Hamburger Geschichtswerkstätten
und im Buchhandel für 19,80 € erhältlich.

Die Forschung über Hilfe für Verfolgte ist ein relativ neues Thema. Wir wissen viel über die Opfer und wir wissen viel über die Täter. Über die Helfer wurde in Hamburg noch nicht systematisch recherchiert. Wir haben uns Berlin zum Vorbild genommen, wo in der Gedenkstätte für den Deutschen Widerstand seit einigen Jahren ein Forschungsvorhaben zu diesem Thema existiert. Wir  wünschen uns auch in Hamburg finanzielle Unterstützung, um das Thema systematisch aufarbeiten zu können.

Schon dieses Buch ist sehr viel umfangreicher geworden als geplant, weil wir in unserer zweijährigen Arbeit auf immer mehr weiterführendes Material und neue Fälle gestoßen sind. Unser Anliegen war es, eine Vorstellung von der Vielfältigkeit der Hilfe zu vermitteln, die von Lebensmittelspenden über gefälschte Papiere, Widerstand gegen Anweisungen der NS-Bürokratie und Verstecken von Verfolgten reichte. Außerdem wollten wir zeigen, wie viele unterschiedliche Menschengruppen dem Hass und der Verfolgung ausgesetzt waren: die laut Erbgesetz definierten Juden und „Mischlinge“, die Sinti und Roma, die Linken, sozial Deklassierte, aufrechte Bürger und Christen – um nur einen Teil zu nennen.

Wir stellten immer häufiger fest, dass die Helfer ganz normale Menschen waren – keine Lichtgestalten. Häufig waren sie nicht einmal entschiedene Gegner der national- sozialistischen Ideen. Aber sie gerieten durch persönliche Betroffenheit in Widerspruch zur NS-Politik und leisteten Widerstand im Alltag. Weil sie sich auch selbst eigentlich nie als Helden gesehen haben, und weil der Nachkriegszeitgeist auch nicht daran interessiert war, das Versagen der großen Mehrheit der Bevölkerung zu thematisieren, hat sich für die unspektakulären Helfer von Verfolgten lange niemand interessiert. Das wollten wir ändern!.

Wir freuen uns über jede Spende für die Arbeit der Geschichtswerkstätten in Hamburg.
Haspa, BLZ 20050550, Kto. 1257 134740, Empfänger: Geschichtswerkstätten HH e.V.
IBAN DE02 2005 0550 1257 1347 40