Projektideen

In den Hamburger Geschichtswerkstätten warten noch eine Fülle von Projektideen auf ihre Umsetzung. Mit einer Spende können Sie das Projekt Ihrer Wahl ermöglichen!

Projekt: Geschichte der Helferinnen und Helfer, die während des Nationalsozialismus jüdischen Deutschen, politisch Verfolgten, Roma und Sinti und anderen diskriminierten Minderheiten geholfen haben

Auch in Hamburg gab es eine Minderheit von Frauen und Männern, die Verfolgten geholfen haben – indem sie sie versteckten oder unterstützten, durch ärztliche Versorgung, durch Beschaffung von Lebensmitteln oder anderem.
Dem Stadtteilarchiv Bramfeld wurde ein Dokument übergeben, in dem der jüdische Deutsche Herbert Löwy berichtet, wie er die Nazi-Zeit in Hamburg überlebte, die letzten Monate bei einer Familie in Harburg versteckt. Dieses Dokument ist insofern eine Rarität, als es in Hamburg so gut wie keine schriftlichen Zeugnisse und auch kaum mündliche Berichte darüber gibt, wie sich jüdische Hamburger den letzten Deportationen entziehen konnten.
Wir haben dieses Dokument in einer ersten Buchveröffentlichung 2011 vorgestellt. Bereits jetzt ist soviel Material recherchiert, sind so viele Fäden aufgegriffen worden, dass eine zweite Buchveröffentlichung angestrebt wird. Mitarbeiterinnen aus vier Geschichtswerkstätten (Bramfeld, Jarrestadt, Ottensen, Volksdorf) haben sich zusammengefunden, um dieses Projekt weiterzuverfolgen und Mittel dafür einzuwerben.
Kostenzuschuß für Recherche, Interviews und Öffentlichkeitsarbeit in 2015: 10 000 €
Durchführung: Bramfeld, Jarrestadt, Ottensen, Volksdorf

 

Historisches Kinderprojekt
Sicherung des Projektes für Bramfeld und Ausweitung des Projektes auf andere Hamburger Stadtteile

Das Stadtteilarchiv hat dieses Angebot speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt. „Wir möchten dazu beitragen, dass sich Jugendliche mit ihrem Stadtteil verbunden fühlen, sich dafür interessieren, was einmal war und was vielleicht werden kann. Wir halten es für wichtig, dass Bramfeld für seine jungen BewohnerInnen ein Gesicht erhält und zur Identifikation einlädt,“ sagt Ulrike Hoppe, die Leiterin des Stadtteilarchivs. Sie ist sehr froh darüber, Gudrun Wohlrab, selber dreifache Mutter, als Stadtteilführerin gewonnen zu haben, die es spielend schafft, die Aufmerksamkeit ihrer jungen ZuhörerInnen zu gewinnen und sie immer wieder mit Fragen ins Gespräch zu ziehen. Der Schulklassenrundgang z.B. beginnt am Bramfelder See und mit der Frage, was eigentlich „alt“ ist, und wie man das erkennen kann, führt zur ehemaligen Dorfschmiede, von der immerhin das Gebäude noch wiederzuerkennen ist, zum Standort der ehemaligen Vogtei, und erklärt dann die Bedeutung der Gedenksteine bei der Friedenseiche am Dorfplatz. Das alte Gemeindehaus und die Dorfplatzschule, der alte Dorfgraben und das ehemalige Bauernhaus BraKuLa sind die weiteren Stationen. Nach 90 Minuten lebendigen Anschauungsunterrichts wärmen sich die StadtteilentdeckerInnen im Saal des Brakula auf und erfahren noch etwas über die Hamburger Museumslandschaft, in der sie ihre neu gewonnenen Eindrücke vertiefen können.
Das Angebot richtet sich an Kindergärten, die Frau Wohlrab für eine Einführung ihrer Vorschulkinder in die Bramfelder Geschichte buchen können, und an Schulklassen der Klassenstufen 3 bis 7, die von Gudrun Wohlrab mit auf eine Stadtteilerkundung genommen werden.
Kostenzuschuß zur Fortführung des Projektes 2015/16: 3000 €
Durchführung: Stadtteilarchiv Bramfeld

 

Projekt: Der Klotz im Park - Flakbunker Wilhelmsburg. Der Geschichte auf der Spur:
Bunkerausstellung, Lesungen, Film und Buchveröffentlichung

Er ist in Wilhelmsburg unübersehbar, der düstere mächtige Koloss von Bunker. Vor allem für Jugendliche aus der Umgebung ist der alte Bunker ein faszinierender Ort: er birgt Geschichte, Geheimnis und Gefahr. Die Zeitzeugengeneration – vor allem die Kriegskinder – hingegen scheut eher diesen Ort, mit dem sie so zwiespältige Erinnerungen verbindet.
Seit April 2009 sind Schüler/innen der Bonifatiusschule mit Unterstützung der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg auf der Spur der Geschichte dieses Kriegsdenkmals. Denn der geplante Umbau des Bunkers zum „Energiebunker“ im Rahmen der IBA (Internationale Bauausstellung 2013) wird die äußere Gestalt deutlich verändern. Grund genug darzustellen, welche Rolle der Bunker im Zweiten Weltkrieg gespielt hat und die Geschichten zu erzählen, die sich hinter diesen fast 3 m dicken Mauern und um sie herum ereignet haben. Der Bunker, erbaut 1943 als Flakstandort und Schutzraum, diente in den Kriegsjahren Tausenden von Menschen regelmäßig als Zufluchtsort – gleichzeitig war er aber auch Gefechtsstandort; Wilhelmsburger Schüler leisteten auf dem Dach des Bunkers Flakdienst. Im wahrsten Sinne ging es in den Jahren 1944 und 1945 von der Schulbank an die Gewehre. Diese Zeitzeugen sind der Ausgangspunkt des Projekts; Interviews und Erinnerungsberichte werden zusammengestellt; Fotos, Objekte und Dokumente aus den Archiven sollen die Bunkergeschichte zurückverfolgen. Diese Recherche geschieht in Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Stadtteileinrichtungen.
Das Projekt wird in den nächsten Jahren den Umbau des Bunkers zum Energiekraftwerk begleiten: Buchveröffentlichung, Film und weitere Ausstellungen auf dem Bunkergelände sind geplant. Langfristiges Ziel ist die Konzeptentwicklung für das Dokumentationszentrum zur Bunkergeschichte auf dem Dach des Energiebunkers.
Kosten: 6000,- € Sachmittel, 3000,- € Honorare
Durchführung: Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg

 

Projekt „Digitalisierung der Archivbestände“

Mitarbeit an der Online-Datenbank für Stadtteilgeschichte www.stadtteilgeschichten.net durch Eingabe der in 35 Jahren gewachsenen Bestände des Stadtteilarchivs Ottensen.
Am heimischen PC sich ein Bild von Hamburg und dem eigenen Viertel machen, oder stadtteilgeschichtliche Themen erforschen: Diese Möglichkeit bietet das Projekt „stadtteilgeschichten.net“ an dem sich das Stadtteilarchiv Ottensen von Beginn an beteiligt. Anhand von Fotos, Texten, Dokumenten und Objekten, die die Hamburger Geschichtswerkstätten oder BürgerInnen zu ihrer Alltagsgeschichte gesammelt haben, kann in die Erkundung eingestiegen werden. Dieses Projekt arbeitet im Sinne einer "Demokratisierung der Geschichte" mit neuen Formen der Bürgeraktivierung und -vernetzung in der Stadtteilgeschichtsarbeit.
 Digitalisierung, Eingabe und Bearbeitung der Bestände Altona/Ottensen
Kosten: Projektdauer mehrere Jahre, Personalkosten 20 Wochenstunden, pro Jahr 35 000 €.
Durchführung: Stadtteilarchiv Ottensen

 

Projekt „Menckmal“
Ein historischer Bagger erinnert an die Industriegeschichte Ottensens

Er ist fast 4 Meter hoch, über 7 Meter lang und über 40 Tonnen schwer. Etwa 1954 verließ er das Werk der Firma Menck & Hambrock in Ottensen und arbeitete zuletzt bei einer Tochterfirma der Philipp Holzmann AG in Würzburg, wo er 1992 ausrangiert wurde. Seit dem Abriss der letzten Werksgebäude von Menck & Hambrock 1984 gab es keinen Hinweis mehr auf die ehemals größte Maschinenfabrik Ottensens. Seit 1998 steht der Bagger für ein Stück Stadtteilgeschichte und zur Erinnerung an die Menschen, die hier arbeiteten an der Ecke Nöltingstraße/Am Born.
Der Bagger wird regelmäßig in Betrieb genommen und vorgeführt. Viele ehrenamtliche MitarbeiterInnen und ehemalige Mitarbeiter von Menck & Hambrock beteiligten sich an dem Projekt und tragen und trugen zum Gelingen bei.
Kosten für Betriebsstoffe, Versicherungen, Farbe,  Instandhaltung, Reparaturen, Vorführungen jährlich 3.000,-€

 

Konto für Zustiftungen
Empfänger: Haspa-Hamburg-Stiftung
DE20 2005 0550 1280 2092 61
HASP DEHHXXX
Verwendungszweck: Zustiftung Geschichtswerkstätten